Homepage der Sankt Hubertus Schützenbruderschaft Nettekoven-Impekoven 1927 e.V.

Mitglied im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften e.V. Köln 
Mitglied im Rheinischen Schützenbund e.V. 1872, Düsseldorf

                                              

Chronik

der

St. Hubertus Schützenbruderschaft Nettekoven-Impekoven 1927 e.V.

 

„Glaube, Sitte und Heimat“

 

In diesem Geiste fanden sich Ende 1926 - in einer Zeit großer politischer Wirren und äußerst schwieriger wirtschaftlicher Verhältnisse - auch in Nettekoven einige Männer auf Betreiben des damaligen Bahnhofsvorstehers Karl Giesen zusammen, um eine Kleinkaliber-Schützengesellschaft zu gründen. Zur Gründungsversamm­lung im Januar 1927 waren weitere Anhänger erschienen, und die jungen Schüt­zenbrüder wählten ihren ersten Vorstand mit Christian Arenz als 1. Brudermeister, Christian Heinrichs als 2. Brudermeister, Johann Winnen als Kassierer und Karl Giesen als Schriftführer. Der Monatsbeitrag wurde auf 25 Pfennig festgesetzt.

 Kurz danach bauten die Schützenbrüder aus eigener Kraft ihren ersten Schießstand auf dem Sandgrubengelände von Christian Heinrichs an der alten Reichsstraße (heute B 56), auf dem nun allsonntäglich Auge und Hand geübt wurden.

 Im Oktober 1927 wurde das erste Gründungsfest gefeiert, an dem einige benach­barte Bruderschaften teilnahmen. Das erste Schützenfest feierten die Schützenbrü­der am 2. Sonntag im Juni 1928, alsdann wurde stets der 1. Junisonntag zum Schützenfest bestimmt.

 Die Ende 1929 für 375 Mark erstandene Fahne der Schützengesellschaft weihte der geistliche Präses, Pfarrer Neu aus Witterschlick, beim Schützenfest 1930. Erster Fahnenträger war Franz Schmitz, der auch den Fahnenschrank gestiftet hatte. An diesem Tage wurde erstmals ein Schützenkönig ermittelt, der am Abend in fei­erlichem Fackelzug zum Festlokal geleitet und dort gekrönt wurde.

 Ab 1930 nahm die Schützengesellschaft auch an der jährlichen Fronleichnamsprozession teil; der geistliche Präses hatte hierzu angeregt. Den Schützenkönig wollte man nun am Kirmesdienstag jeden Jahres ausschießen, ein Ergebnis, das den Ehrgeiz aller herausforderte.

 Johann Winnen brannte einmal besonders darauf, die Königswürde zu erlangen. Aber in diesem Jahr war der Vogel aus dem harten Holz der Akazie gefertigt. Selbst der Hersteller, der „alte Wilddieb“, fragte sich, wie dieser Vogel wohl erlegt werden sollte. Doch da hatte er auch schon eine Idee: er höhlte den Vogel aus, füllte die Höhlung mit Schwarzpulver und spickte den ganzen Vogel mit zündkräftigen Knallkorken - heimlich, außer ihm wusste niemand davon. So kann man sich die überraschten Gesichter der Schützen vorstellen, als der Vogel plötzlich mit berstendem Knall und grellem Feuerschein auseinander flog. Christian Heinrichs hatte einen der Knallkorken getroffen und eine „Kettenreaktion“ ausgelöst. Johann Winnen hatte das Nachsehen, der König hieß Christian Heinrichs.

 Seit 1934 wurde alsdann auch mit Großkaliber geschossen. Das hat zur Attraktivität beigetragen. Die Schützengesellschaft nahm bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges einen erfreulichen Aufschwung, obwohl die damaligen politischen Verhältnisse kirchlichen Vereinen keineswegs förderlich waren.

 Im September 1939, mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, musste die Schützengesellschaft ihre Tätigkeit einstellen. Leider sind Aufzeichnungen aus diesen ersten zwölf Jahren der Vereinstätigkeit verloren gegangen.

Der Zweite Weltkrieg hat auch von der Schützengesellschaft seinen Tribut gefordert. Acht Schützenbrüder sind aus dem Kriege nicht heimgekehrt.

Erst im Jahre 1948 fand sich wieder eine kleine Schar vom Schießsport begeisterter und von der Idee gegenseitiger Hilfeleistung beseelter Männer zur ersten Versammlung nach dem furchtbaren Kriege zusammen. Ein neuer Vorstand wurde gewählt mit Johann Schmitz als 1. Brudermeister, Heinrich Mahlberg als 1. Schriftführer und Willi Thomas als Kassierer, der an die Stelle des inzwischen verstorbenen Johann Winnen trat.

Der Verein musste nun eine neue geistige und sportliche Orientierung erfahren -leichter gesagt als getan, denn die Schützen hatten weder Gewehre noch einen Schießstand, und „Schützengesellschaften“ waren von der Militärregierung verboten. Darum beschloss man, die Gesellschaft in Schützenbruderschaft umzubenennen und sie somit unmissverständlich als kirchlichen Verein auszuweisen, gegen deren Tätigkeit die Militärregierung nichts einzuwenden hatte.

Aber noch fehlte es an allem. Auch wenn Geld vorhanden gewesen wäre, hätte es nichts genutzt; denn zu kaufen gab es nichts. So war es schwer, Aktivität innerhalb der Schützenbruderschaft zu entfalten und Interesse bei den Mitbürgern zu we­cken.

Als aber die Kirmes nahte, an der früher das Königschießen abgehalten worden war, erwachte der alte Eifer wieder. In der Nachbarschaft hatten sich einige Schützenbrüder Armbrüste zugelegt, die von der Militärregierung zugelassen waren. Schützenbruder Heinrich Schmitz aus Duisdorf hatte eine Armbrust gebaut und lieh sie gerne unseren Schützen. Mit dieser Waffe wurde am Kirmesdienstag im Hof des Schützenbruders Josef Schmitz aus 5 m Entfernung auf Bierdeckel als Pfänder geschossen. Treffer zu erzielen, war Glücksache, und so landete denn auch der Pfeil eines besonders „glücklichen“ Schützen in der Küche der Frau Schmitz. Unter solchen Bedingungen verzichtete man auf die Ermittlung eines Schützenkönigs. Trotzdem herrschte gute Stimmung wie in alten Zeiten.

Die Vereinsarbeit lief nur langsam wieder an. Bei der Jahreshauptversammlung im Januar 1949 wählten die Schützen ihren Vorstand für ein weiteres Jahr und be­schlossen, zum Schützenfest wieder eine Armbrust auszuleihen; zu einer eigenen Armbrust fehlte leider noch das nötige Kleingeld. Das Schützenfest, ursprünglich für den 5. Juni 1949 geplant, musste auf den 12. Juni verlegt werden, da mehrere Schützenbrüder unbedingt das erste Nürburgrennen nach dem Kriege miterleben wollten. Zum Schützenfest, an dem sich auch wieder einige Nachbarbruderschaften beteiligten, hatte man eine bessere Armbrust ausleihen können. Die alten Schützen waren zwar mit Begeisterung bei der Sache, aber immer wieder hörte man sie von der alten „Donnerbüchse“ schwärmen. Dieses Schützenfest kann man als den ei­gentlichen Wiederbeginn der Vereinsarbeit nach dem Kriege ansehen.

Im August 1949 sprach man davon, dass die Militärregierung bald wieder Luftbüchsen freigeben würde; man müsse sie aber im Ausland erstehen, denn in Deutschland war ja die Waffenherstellung verboten. Aber einige Schützenbrüder hatten noch ein paar alte Luftbüchsen aufgestöbert; nur Munition gab es nicht. Aber wo ein Wille ist, ist ein Weg - und wo Klaus Heinrichs ist, der „alte Wilddieb“, da ist auch Munition. In aller Stille und rechtzeitig zum Königschießen am Kirmesdienstag hatte er aus Leichtmetall Munition für die alten Luftbüchsen ge­bastelt. 

Hinter verschlossenen Türen wurde dann hart um die Königswürde gekämpft, die damals Willi Arenz brennend gerne errungen hätte. Er musste den älteren Schützenbrüdern den Vortritt lassen, und Willi Rose wurde der erste Nachkriegsschützenkönig.

Weiteren sportlichen Auftrieb erfuhr die Bruderschaft durch die Mitteilung, dass künftig wieder eine Bundeskette ausgeschossen werden sollte; nach dreimal aufeinander folgendem Gewinn sollte diese Kette in den Besitz der siegreichen Bruderschaft übergehen. Um an diesem Wettbewerb teilzunehmen, wurde nun eine Luftbüchse angeschafft. Zehn Schützenbrüder nahmen am Bundesfest 1950 in Duisdorf teil, schlugen sich auch bravourös, hatten Pech und mussten die Kette der Bruder­schaft aus Waldorf überlassen.

Am 18.7.1950 starb der langjährige Brudermeister Johann Schmitz; zum neuen 1. Brudermeister wählten die Schützen alsdann Josef Schmitz.

Zum Hubertustag 1950 stellte der geistliche Präses, Dechant Neu, eine Reliquie des Schutzpatrons zur Verfügung. Leider hatte es an diesem Tag geregnet, und die Schützenbrüder erreichten völlig durchnässt die Kapelle mit der in ein Kruzifix eingebauten Reliquie.

Das fünfzigjährige Priesterjubiläum des geistlichen Präses im Jahre 1951 war für die Bruderschaft ein besonders denkwürdiger Tag ebenso wie der Tag der Weihe der vier neuen Glocken im Dezember 1951, denen die Schützen auf dem Wege von Nettekoven zur Witterschlicker Kirche das Ehrengeleit gegeben hatten.

Das Silberjubiläum im Jahre 1952 wurde still begangen. Die Schützenbrüder blieben unter sich und feierten acht Mitbegründer als Silberjubilare: Johann Winand, Franz Schmitz, Josef Schmitz, Johann Wolf, Josef Pinsdorf, Hubert Arenz, Klaus Heinrichs, Willi Thomas. Sie wurden mit einer Ehrennadel ausgezeichnet.

Das Interesse am Schießsport wuchs. Schon wurde die Forderung nach einer zweiten Büchse laut. Auch wurde davon gesprochen, dass Kleinkalibergewehre gegen Zahlung einer Geldbuße freigegeben würden (1952 wurde mit Abschluss des Deutschlandvertrages das Besatzungsstatut abgelöst).

Das Vereinsleben nahm in der Folgezeit einen erfreulichen Aufschwung. Die Verbindung mit den Nachbarbruderschaften festigte sich durch Besuche und Gegenbe­suche. Und klappte es einmal bei den Schießwettbewerben nicht, so hatte das - wie 1953 beim Bundesfest in Bornheim - seinen besonderen Grund: „Der Stand lag unseren Schützen nicht“.

Am 05.09.1953 unternahmen die Schützenbrüder erstmals einen Ausflug mit einem Reisebus. Die Fahrt ging zur Listertalsperre und zu den Attendorner Tropfsteinhöhlen und endete in ausgezeichneter Stimmung beim Winzerfest in Unkel. Die gelungene Fahrt reizte in den folgenden Jahren zu weiteren Unternehmungen an die Mosel, zum Frankfurter Flughafen, dem Seengebiet an der Nette, in den Taunus, zur Hachenburger Schweiz, nach Luxemburg; und gab es einmal keinen Ausflug, so wusste man auch im heimischen Nettekoven ein zünftiges Sommerfest zu feiern.

Am 25.10.1959 starb der geistliche Präses, Dechant Neu, der der Bruderschaft in allen Jahren ein fürsorglicher Betreuer und Förderer gewesen war. Sein Nachfolger wurde Pfarrer Werner, dem im Jahre 1971 Pfarrer Mastiaux folgte.

Der Schießstand der Bruderschaft in der Sandgrube Heinrichs, seit Wiedererstehen der Bruderschaft ihr besonderes Sorgenkind, war zum Schützenfest im Juni 1961 durch ein Unwetter völlig unbrauchbar geworden. In aller Eile wurde im Hof von Peter Lommerzheim ein behelfsmäßiger Stand aufgebaut, auf dem dann noch das traditionelle Schützenfest abgehalten werden konnte. Einen Monat später bot als­dann Willi Scheeben den Schützen für einen Neubau ein Schießstandgelände an. Damit waren zwar die Sorgen der Schützenbrüder noch nicht behoben, vielmehr begannen sie nun erst recht - aber das leidige Schießstandproblem, das auf nahezu jeder Versammlung in den sechziger und noch zu Beginn der siebziger Jahre behandelt werden musste, kam nun doch in solide Bahnen.

In der Führung der Bruderschaft trat Ende 1960 ein Wechsel ein. Josef Schmitz wurde Ehrenvorsitzender, neuer Brudermeister wurde Klaus Heinrichs, der die Schützenbrüder bis 1964 führte. Nach der Generalversammlung am 27.2.1964 fungierte dann wieder Josef Schmitz als 1. Brudermeister, der dann sogar noch an seinem 80. Geburtstag die Königswürde errang. Am 27.1.1968 wählte die Generalversammlung Peter Lommerzheim zum 1. Brudermeister; Josef Schmitz wurde Ehrenvorsitzender. In diesem Jahr ging der Schießstand seiner Fertigstellung entgegen. Das neue Dach wurde für rd. 1400 DM von einem Fachmann hergerichtet; wollte man die von den Schützen selbst erbrachte Eigenleistung hinzuzählen, könnte man die Gesamtsumme für den Stand auf das Doppelte veranschlagen. Eine solche Leistung verdient Anerkennung. Auch wurde in diesem Jahr die Fahne re­noviert, und zwar für 450 DM. Das alles spricht für die gesunde wirtschaftliche Entwicklung der Bruderschaft.

Der neue Stand wurde beim Bundesfest 1962 feierlich durch Pfarrer Werner eingeweiht. Zu diesem Bundesfest, dem ersten in Nettekoven, waren die Könige des Bundes Vorgebirge mit ihren Fahnenabordnungen erschienen. Am Nachmittag konnte die Gastgeberbruderschaft Nettekoven 15 Bruderschaften des Bundes Vor­gebirge begrüßen. Bei schönem Wetter marschierten die Schützen in stattlichem Zug zur Kapelle in Impekoven, wo Pfarrer Werner eine kurze Andacht mit Ansprache an die Schützen hielt. Darauf folgte der Vorbeimarsch vor der geistlichen und weltlichen Obrigkeit, dem Bundesvorstand und den Königen. Nach der Einweihung des neuen Standes eröffnete Pfarrer Werner und Bundesmeister Michael Hennes aus Alfter das Vogelschießen. Das gute Gelingen dieses Bundesfestes fand allgemeine Anerkennung.

Damit war auch der Anreiz zu weiteren Aktivitäten gegeben. Ehrenmitglied J. Walterscheid stiftete 1963 den Steinadler und später noch einige weitere Wanderpreise, die nun alljährlich beim „Patronatsfest Hubertus“ ausgeschossen werden.

1968 wurde erstmals beim Königschießen die Prinzenehre vergeben. Sie fiel an Hermann-Josef Schmitz. Ab 1970 setzte die Bruderschaft zwei Mannschaften bei den Rundenwettkämpfen ein, sie belegten jeweils den ersten Platz. Damit rückten die Senioren in die 1. Kreisklasse, die Jungschützen in die 1. Jugendklasse auf; sie schießen heute als 1. Mannschaft in der höchsten Klasse der Diözese Köln. Zum zweiten Male wurde in diesem Jahre beim Königschießen ein Bürgerkönig unter großer Beteiligung der Bürger aus der neuen Gemeinde Alfter ermittelt. 1971 siegten die Schützen- und Jungschützen im Wettstreit um die Bundeskette, die Schützen konnten 1972 und 1974 diesen Erfolg wiederholen. 1972 errang außerdem Hans-Josef Scheeben die Diözesanmeisterschaft der Jungschützen in Duisdorf. Die Jungschützen errangen auf dieser Diözesanmeisterschaft den Wanderpokal.

Durch die Gründung einer Schülermannschaft erhielt die Jugendarbeit neuen Auf­trieb, so wurde 1973 beim Bundesschützenfest der Sportschützenpokal erfolgreich verteidigt, 1976 wurde Hans-Josef Scheeben Diözesanprinz und Karl-Josef Klick errang die Würde des Bezirksprinzen - eine ansehnliche Reihe sportlicher Erfolge, die der Bruderschaft zu hohem Ansehen verhalf, Bürgermeister und Verwaltungs­direktor von Alfter und der Impekovener Ortsvorsteher konnten oft auf den Schüt­zenfesten als Ehrengäste begrüßt werden.

Pfingstmontag 1974 wurde dann der weiter ausgebaute, neu gestaltete Schießstand vom geistlichen Präses, Pfarrer Mastiaux, eingesegnet. Die Gestaltung des Schießstandes spiegelt eindrucksvoll die Gemeinschaftsleistung der Bruderschaft wieder.

Am 17. Januar 1976 wurde auf der Generalversammlung eine neue Führungsspitze in der Bruderschaft gewählt. Hartmut Arenz wird 1. Brudermeister und tritt die Nachfolge des bisherigen Amtsinhabers Peter Lommerzheim an, der nun zum Ehrenbrudermeister ernannt wurde.

von Alfred Bachmann anl. 50. jährigen Bestehen 1977

 

Zu einem besonderen Ereignis für die Schützenbruderschaft und das Dorf wurde das Fest zum „Fünfzigjährigen“ im Oktober 1977, zu dem die Schützendamen eine Schleife zur Fahne und einen Geldbetrag stifteten. Im Mittelpunkt des Festes stand ein Kommers mit Großem Zapfenstreich, der viel Anklang fand.

Neben den Jahr für Jahr erzielten sportlichen Erfolgen wurde der weitere Ausbau des Schießstandes nicht vergessen. So wurden die sanitären Anlagen 1981 und die große Halle 1988 fertig gestellt. Das alles geschah mit viel Engagement, emsigen Training und sorgfältiger, den wirtschaftlichen Möglichkeiten angepasster Planung.

Eine organisatorische und rechtliche Verbesserung für die Bruderschaft ergab sich mit Erlass der neuen Satzung und Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgericht Bonn am 28. Juni 1984. Im selben Jahr wurde die neue Fahne durch den Präses Pastor Mastiaux geweiht.

Erstmals 1986 wurde das Königschießen, ab 1990 auch das Bürgerkönigschießen mit dem Kleinkalibergewehr durchgeführt. Besondere sportliche Erfolge brachte das Jahr 1987: Brudermeister Hartmut Arenz wurde beim Bezirksschützenfest in Roisdorf Bezirkskönig, seine Ehefrau Anni siegte beim Turnierschießen der Köni­ginnen, die Jugend belegte den 1. Platz beim Kettenschießen, und die Bundeskette ging in den endgültigen Besitz der Bruderschaft über. Gleichzeitig feierte in diesem Jahr die Bruderschaft ihr sechzigjähriges Bestehen. Dem Ausflug ins Münsterland mit Besichtigung der Schlösser „Westerwinkel“ und „Nordkirchen“ folgte das Ok­toberfest unter Mitwirkung des Kirchen- sowie des Kinder- und Jugendchores Impekoven, des Tombourcorps Oedekoven und des Musikvereins Gielsdorf.

1988 gelingt es Hans-Josef Alef den amtierenden Bezirkskönig Hartmut Arenz auf dem Bezirksschützenfest in Buschhoven im Amt abzulösen.

1989 wird Manfred Opladen beim Bezirksschützenfest in Badorf neuer Bezirksschülerprinz.

In bester Stimmung verlief im Juli 1992 der Schützenausflug mit Frühstück im Funkturm hoch über der Domstadt Köln, Besichtigung der Tuchdruckerei „Elbersdrucke“ in Hagen und stimmungsvollem Ausklang im Waldhotel „Heiderhof“ bei Obersteinebach. In diesem Jahr wurde das Hubertusfest zwar noch im alten Vereinslokal, aber - da die Gaststätte aufgegeben war - in eigener Regie durchgeführt; 1993 stand für dieses Fest nur noch die Mehrzweckhalle in Impekoven zur Verfügung.

Beim Bezirksschützenfest in Hersel 1993 gewannen unsere Schützen in der Schützenklasse den Sportschützenpokal. Beim eigenen Schützenfest im Juni konnten Gäste von den Bruderschaften Alfter, Bad Godesberg, Duisdorf, Merten, Kardorf und Hemmerich begrüßt werden. Besonders zu erwähnen ist, dass die Sportschüt­zen im Juni 1993 ihr „Fünfundzwanzigjähriges“ feiern konnten.

Willi Thomas, letztes lebendes Gründungsmitglied der Bruderschaft, verstarb im September 1993. Wie gerne hätte er das Bezirksschützenfest 1994 in Nettekoven als Gastgeberbruderschaft begleitet, doch leider wurde ihm dieser Wunsch vergönnt.

 von Alfred Bachmann anl. Bezirksschützenfest 1994

 

Mit der Winterwanderung, sie wird alljährlich im Monat Januar durchgeführt, und dem Osterschießen, zudem die Schüler und Jugend einlädt, begann das Festjahr 1994. Als Höhepunkt galt die Ausrichtung des Bezirksschützenfestes in der Drei­fachturnhalle in Oedekoven. Nicht nur die 16 Schützenbruderschaften des Bundes Vorgebirge wurden als Gäste begrüßt, auch die Zivilbevölkerung aus unserer Gemeinde erfreute sich über diese Großveranstaltung im hiesigen Raum. Beeindru­ckend und unvergessen blieb der „Große Zapfenstreich“ unter Mitwirkung der Blä­serfreunde Niederdollendorf, dem Tambourcorps Grün-Weiß Niederkassel sowie den Freiwilligen Feuerwehren Impekoven und Oedekoven als Fackelträger. In den Schießwettkämpfen errang bei diesem Fest die Nettekovener Bruderschaft den Sportschützenpokal der Jugend, die Bezirkskette der Schüler, Thomas Brunner wurde Bezirksjugendprinz und im Pokalschießen der Königinnen war Stephanie Heinrichs erfolgreich.

Nach den Mühen der Vorjahre -Erhaltungsarbeiten am Schießstand und Vorbereitung des Bezirksschützenfestes in Nettekoven- wurde im August 1995 wieder einmal das Gesellige Vereinsleben gepflegt. Gleich zwei Busse wurden benötigt, um allen Teilnehmern den Besuch der Domstadt Trier zu ermöglichen. Nach der Stadtrundfahrt und Besichtigung vieler römischer Anlagen fuhren wir anschließend entlang der Mosel bis nach Koblenz-Güls. Im Tanzlokal „Moselpalast“ wurde dann ausgiebig das Tanzbein geschwungen, bevor wir gegen Mitternacht unser Aus­gangsziel Nettekoven wieder erreichten. Am 3. Oktober 1995 begeht die Bruderschaft ihren ersten Familienwandertag. Für den Brudermeister Hartmut Arenz wird der Hubertustag 1995 ein besonderes Ereignis bleiben; hier und heute wurde ihm für dieses langjährige Wirken in der Bruderschaft durch den Bezirksbundesmeister Josef Hartmann das Sebastianusehrenkreuz verliehen.

Auf der Generalversammlung am 5. Januar 1996 trat in der Führung ein Wechsel ein. Zum neuen Brudermeister wurde Hermann Josef Schmitz gewählt. Vorgänger Hartmut Arenz kandidierte nicht mehr und wollte nach 20-jähriger Amtszeit die Vereinsgeschehnisse an die Nachfolgergeneration weitergeben. Das Fest - 25 Jahre Pfarrer in Witterschlick und 25 Jahre Präses der Bruderschaft - feierten wir am 10. März 1996 mit Pastor Mastiaux und der Kirchengemeinde in der Pfarrkirche St. Lambertus Witterschlick, verbunden mit einem Empfang im Pfarrheim. Dass die Schützen der Bruderschaft auch weiterhin das Schießen nicht verlernt haben, be­wiesen sie auf dem Bezirksschützenfest in Bornheim. Im Sportschützenpokal der Schützenklasse als auch im Wettstreit um die begehrte Bundeskette ging man unter den 16 teilnehmenden Bruderschaften als Sieger vom Schießstand. „Wenn schon nicht mehr Brudermeister, dann aber bitte noch einmal König“, sagte sich Hartmut Arenz beim diesjährigen Königschießen und holte den Vogel mit dem 118. Schuss von der Stange, mit diesem Schuss konnte er nun zum 5. Mal die Königswürde erlangen.

Erstmals wurde die Außenhalle zum Hubertustag 1996 winterfest hergerichtet, der Wunsch diese Fläche in ein stabiles Gebäude umzuwandeln wurde immer begehrlicher.

Bereits zur Jahreshauptversammlung 1997 hatten Mitglieder Entwurfspläne für dieses Vorhaben erstellt, mit der Bitte, diese Grundgedanken im Vorgespräch mit der Gemeindeverwaltung zu nutzen. Dem stimmten die Mitglieder zu, und spontan wurde zur weiteren Planung eine Baukommission gegründet, sie sollte alle möglichen Zielvorstellungen in dem Bauprojekt ausloten. Das abschließende Gespräch mit der Gemeindeverwaltung verlief positiv, ein Architekt wurde für das Bauvor­haben beauftragt. Aber auch sonst verlief das Schützenjahr nach unseren Vorstellungen. Beim Bezirksschützenfest in Badorf konnte mit dem erneuten Gewinn der Bundeskette die Treffsicherheit unserer Bruderschaft bewiesen werden. „Als großes Familienfest“, so wollten es die Mitglieder, wurde das 70-jährige Bestehen der Bruderschaft am 3. Oktober 1997 gefeiert. In ein Oktoberfestzelt wurde der Schießstand und die Außenhalle hergerichtet, mit einem lauten und unüberhörbaren „o’zapft is“ verkündete der Brudermeister Hermann-Josef Schmitz das Fest als eröffnet.

Das seltene Jubiläum 50 Jahre Mitglied in der Bruderschaft beginnen im Januar 1998 Peter Lommerzheim (Ehrenbrudermeister) und Heinrich Zimmermann, sie wurden auf der Jahreshauptversammlung durch den Brudermeister geehrt.

Als Wendepunkt in der Vereinsgeschichte gilt die Versammlung vom 20. März 1998. Die Architektenpläne für den Erweiterungsbau als Veranstaltungshalle lagen vor, sie konnten eingesehen und begutachtet werden. Nach eingehender Prüfung und Diskussion wurde beschlossen, diese der Bauverwaltung zur Genehmigung einzureichen. Auch wurde dem Beitritt in den Rheinischen Schützenbund (RSB), als weiteren Auftrieb für die Jugendarbeit zugestimmt. Mit dem Gewinn des Sportschützenpokals und der Bezirksschülerkette bewies die Jugend, ein Aushängeschild der Bruderschaft, ihre Leistungsstärke beim Bezirksschützenfest in Merten.

Zum Jahresbeginn kam die ersehnte Baugenehmigung und nach dem Schützenfest erfolgte die Grundsteinlegung am Mittwoch, dem 14. Juli 1999. Präses Jacques Mastiaux, Bürgermeisterin Dr. Bärbel Steinkemper, Brudermeister Hermann-Josef Schmitz sowie Vertreter des Rates der Gemeinde vollzogen diesen ersten Akt zur Hallenerweiterung. Doch was sich in den nächsten Wochen und Monaten auf dem Schützengelände abspielte, es glich einer Großbaustelle, versetzte selbst die größten Zweifler in Staunen, denn bereits das Hubertusfest 1999 wurde in der fast ferti­gen Halle gebührend gefeiert. Dem Ehrenbrudermeister Peter Lommerzheim blieb dieser Tag vergönnt, er verstarb am 21. Oktober des Jahres.

Die fertige Halle konnte am 1. Oktober 2000 eingeweiht werden. Mit einer Messfeier, die Pater Beine für den verhinderten Präses Mastiaux zelebrierte, der Männergesangverein Rheingold Witterschlick übernahm den musikalischen Part, wurde sie der Bevölkerung und Schützenbruderschaften aus dem Bund Vorgebirge vorge­stellt. Ein zünftiges Oktoberfest begleitete den Einweihungstag.

Schießsportlich als auch im historischen Bereich konnte im Schützenjahr 2001 an den Erfolgen der Vorjahre angeknüpft werden. Beim Bezirksschützenfest in Hersel wurde wieder der Sportschützenschülerpokal, der Sportschützenpokal und auf ein Neues die begehrte Bezirkskette des Bundes Vorgebirge errungen. Am 14. Juni 2001 wurde Ursula Blank als erste Frau König unserer Bruderschaft. Nach fünfjäh­riger Pause wieder beleben wir unseren Familienwandertag am 3. Oktober 2001.

Hans Lieberz legte auf der Jahreshauptversammlung 2002 die Abrechnung der Hallenerweiterung vor. Er gab gleichzeitig bekannt, dass er nach nunmehr 34-jäh­riger Tätigkeit das Amt des Kassierers nicht mehr ausüben würde. Brudermeister Hermann-Josef Schmitz und die anwesenden Mitglieder sprachen ihm für sein En­gagement Dank und Anerkennung aus. Die Kassenprüfer kamen zu  der Feststellung, unterstelle man den zeitlichen Aufwand mit wöchentlich 1 Stunde, so würde dies in 34 Jahren rund 1836 Stunden, oder besser ausgedrückt bei einer Wochenarbeitszeit von 38 Stunden circa 49 Wochen also knapp 1 Jahr, bedeuten.

Miriam Schmitz erringt auf dem Bezirksschützenfest in Buschhoven die Ehre der Bezirksjungendprinzessin. Willi Scheeben gewinnt die Bezirksschießmeisterkette und die Schützen holen den Sportschützenpokal mit nach Hause. Unsere Schüler gewinnen die Bezirksschülerkette und schaffen es beim Bezirkschützenfest 2003 in Hemmerich diese zu verteidigen.

Im September 2002 nahmen wir am Jubiläumsfest des Bezirksverbandes Bund Vorgebirge teil. Unsere Bruderschaft wurde aufgrund ihrer großen Jugendgruppe von Emil Lohmer gebeten, mit ihm gemeinsam, das von ihm komponierte Lied über die Schützentradition vorzutragen.

 

von Rolf Bähr, Hartmut Arenz anl. 75-jähriges Bestehen 2002

 

Im Oktober 2002 feierten wir in der Turnhalle Witterschlick unser 75-jähriges Bestehen. Wir freuten uns über die große Beteiligung der 16 Bruderschaften des Bezirksverbandes Bund Vorgebirge sowie der Ortsvereine und der Zivilbevölkerung.

Bei der Jahreshauptversammlung 2003 wählt die Versammlung Hartmut Arenz zum Ehrenbrudermeister.

Im Sommer des gleichen Jahres erfüllt Ferdi John den „alten Herren“ einen Traum, er plant und beginnt mit ihnen Zusammen den Bau eines Pavillons am Grillplatz hinter dem Schießstand.

Im Herbst 2003 wurde unser Präses Mastiaux als Pfarrer von Witterschlick in den Ruhestand versetzt. Er gab damit auch sein Amt als Präses unserer Bruderschaft auf. Der Oedekovener Pfarrer Georg Theisen wurde sein Nachfolger, da die Pfarrstelle in Witterschlicker nicht mehr besetzt wurde. Für seine 32-jährigen Verdienste zum Wohle der Bruderschaft wurde Pfarrer Mastiaux zum Ehrenpräses ernannt.

Am 12. Oktober nehmen wir am 75-jährigen Bestehen des Diözesanverbandes Köln teil. Ganz Köln ist ein grünes Meer.

Andreas Schmitz errang am 22. Oktober 2003 den Titel des Kreiskönigs des RSB Bezirks 10.

Am 17.04.2004 wird beim Bezirksjungschützentag in Hemmerich Dennis Ottemeier Bezirksschülerprinz und Christoph Klick Bezirksjugendprinz. Beim Bezirks­schützenfest in Alfter eine Woche später, setzten wird die Erfolge fort und gewinnen den Sportschützenpokal, die Bezirksschülerkette sowie die Bezirksschützenkette.

Beim Bürgerkönigsfest 2004 spielt der Musikverein Albaum auf. Eine wunderbare Bereicherung der Veranstaltung. Ein weiteres Highlight ist das gemeinsame Platz­konzert des TB Oedekoven und des TB Lannesdorf bei unserem Schützenfest.

Unser Familienwandertag am 3. Oktober 2004 wird erstmals als Radwandertag durchgeführt.

Ab 2005 besuchen wir die Schützenfeste der Bruderschaft Godesberg nicht mehr. Nach einem Versammlungsbeschluss werden wir ab diesem Jahr die Schützenfeste der Schützenbruderschaft Brenig besuchen. Die Vorbereitungen für das 2006 in Nettekoven stattfindende Bezirksschützenfest sind gestartet. Bei unserem Huber­tusfest wurden von Bezirksjungschützenmeisterin Ute Schmitz die Jugendlichen Miriam Schmitz, Christoph Klick und Tobias Becker mit dem bronzenen Jugend­verdienstorden ausgezeichnet. Zu vorgerückter Stunde wurde dann auch noch Eh­renbrudermeister Hartmut Arenz mit dem Ehrenkreuz des Sports in Bronze für seine Verdienste um den Schießsport ausgezeichnet.

von Hartmut Arenz anl. Bezirksschützenfest 2006

 

Anfang 2006 gingen die Planungen für das Bezirksfest in die heiße Phase. Es wurden Unterkünfte für die Musiker gesucht und bei vielen Mitgliedern gefunden. Am 6./7. Mai 2006 war es dann so weit, das Bezirksschützenfest des Bund Vorgebirge startet in der Dreifachturnhalle in Oedekoven unter unserer Regie und wird ein voller Erfolg. Christiane Thuir wurde Bezirksschülerprinzessin, dies wurde eine Woche vorher in Heimerzheim ausgeschossen. Die Schüler holten den Sportschülerpokal, die Schützen den Sportschützenpokal. Nachts wurden unter der temperamentvoll aufspielenden Tanzmusik der Schützenkappe Albaum die Tische in atemberaubendem Tempo neu eingedeckt. Höhepunkt des Bezirksschützenfestes war die in unserem Dialekt gehaltene Messe von Pater Bernd Kremer. Die Schüler gewannen Sonntagnachmittags die Bezirksschülerkette. Am Abend bei der Siegerehrung war dann unsere Müdigkeit schlagartig vergessen, denn Hartmut Arenz hatte die Würde des Bezirkskönig errungen.

Nun richtete sich die Aufmerksamkeit auf das Königspaaretreffen im November 2006, das wir in der Turnhalle Volmershoven veranstalteten. Hier setzten wir ganz auf ein hausgemachtes Abendprogramm und trafen damit genau ins Schwarze.

Beim Hubertusfest 2006 wurden Hans Steinhauer, Hans Pinsdorf, Vera John und Heinz Scheeben mit dem Ehrenkreuz des Sports in Bronze ausgezeichnet.

Brigitte Thuir errang die Würde des Kreiskönig des RSB Kreis 10.

Im April 2007 richteten wir bei Sommerwetter den Bezirksjungschützentag des Bund Vorgebirge aus. Das Programm konnte fast komplett unter freiem Himmel stattfinden.

Beim Bezirksschützenfest in Kardorf wird Willi Scheeben mit dem Hohen Brudermeisterorden ausgezeichnet. Nach 3 maligen Stechen gewannen wir zum 14. Mal die Bezirksschützenkette, Willi Scheeben wurde Sieger beim Schießen um die Schießmeisterkette.

Nach 35 Jahren gewannen Christian Thuir, Christine John und Ralf Schäfer den Titel des Diözesanmeisters in der Mannschaftswertung.

Unser 80-jähriges Bestehen feierten wir auf Wunsch der Vereinsmitglieder, ohne außerhalb des Vereins stehende Gäste, als Sommerfest.

Am Hubertusabend 2007 erschien der Prinzgemahl Karl-Ferdinand John zum Eh­rentanz mit seiner Frau Vera im langen Kleid.

Im Januar 2008 trat nach fast zehnjähriger Amtszeit Heinz-Peter Heinrichs als Jugendleiter zurück und macht den Weg für die Jugend frei. Neuer Jugendleiter wurde Stefan Behrendt. Heinz-Peter Heinrichs bleibt der Jugend als Stütze im Amt des stellv. Jugendleiters erhalten. Schon beim Osterschießen am Ostermontag meisterte Stefan Behrendt diese Herausforderung. Am selben Tag wurde ihm eine große Ehre zu Teil, er bekam von der Jungschützenmeisterin des Bezirksverbandes Bund Vorgebirge Marianne Emmerich den bronzene Jugendverdienstorden über­reicht.

Bei den Diözesanmeisterschaften gelang es Ralf Schäfer, Christine John und Dennis Ottemeier den Titel des Diözesanmeisters mit der Mannschaft aus dem Vorjahr zu verteidigen.

Im Mai fand das Bezirksschützenfest in Brenig statt, dort gelang es unserer Jugendmannschaft die Bezirksjugendkette zu gewinnen. Seit 1991 haben wir diese Kette trotz aller Anstrengungen nicht mehr erringen können.

Bei unserem Bürgerfest an Fronleichnam wurde Diözesanschießmeister Karl-Josef Klick zum vierte Mal König und löst somit Vera John ab, die beim Bezirksschützenfest den dritten Platz beim Schießen um den Bezirkskönig belegte, zum 1. Platz fehlten ihr nur 23 hundertstel.

Im September feierte die Impekovener Kirche 40 Jahre Grundsteinlegung. Die Messe wird von Weihbischof Dr. Heiner Koch zelebriert, der auch Bundespräses der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften ist. Es ist uns eine Ehre ihn an diesem Tag in die Kirche zu geleiten.

Im Oktober 2008 nahm das amtierende Königspaar Karl-Josef und Ulla Klick an der Romwallfahrt des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften e.V. teil. Bei dieser Gelegenheit ließen sie unsere Königskette vom Papst weihen.

Im Januar 2009 können auf der Jahreshauptversammlung zwei Ehrungen des Vorjahres nachgeholt werden. Hartmut Arenz wird für seine 50jährige Mitgliedschaft und Heinrichs Zimmermann sogar für seine 60jährige Mitgliedschaft geehrt.

Beim Bezirksschützenfest in Roisdorf im April 2009 können wir wieder mal unser Schießtalent unter Beweis setzen. Die Jugendmannschaft verteidigt erfolgreich die Bezirksjugendkette, Königin Ulla Klick gewinnt den Königinnenpokal, Bezirksschießmeister Willi Scheeben gewinnt die Bezirksschießmeisterkette und Diözesanschießmeister und König unserer Bruderschaft Karl-Josef Klick wird Bezirkskönig.

In ihrer über 80-jährigen Geschichte hat die Schützenbruderschaft Nettekoven-Impekoven in enger Traditionsbindung erfolgreich gewirkt. Die Zahl ihrer Mitglieder ist stetig gewachsen. Sie genießt hohes Ansehen über die Grenzen der Gemeinde hinaus und leistet einen erfreulichen Beitrag zum dörflichen Gemeinschaftsleben.

 

von Vera John

 


 

 

„St. Hubertus“

Unser Schutzpatron

 

Hubertus stammte aus einem der mächtigsten Häuser an Maas und Mosel. Er zählte zu den Großen des damaligen Reiches und wurde  - ob­schon verheiratet und Vater eines Sohnes-  um 705 Nachfolger des in einem Familienzwist ermordeten hl. Lambertus als Bischof von Maastricht. Trotz großer Schwierigkeiten verstand er es, dem Land bald Frieden zu geben. Den Bischofssitz verlegte er nach dem aufstrebenden Lüttich. Dort wurde er auch, nachdem er am 3. Mai 727 in Tervueren gestorben war, beigesetzt; knapp hundert Jahre später, 825, wurde sein Leichnam in das in den Ardennenwäldern gelegene Kloster Andain gebracht, das später nach ihm Saint-Hubert genannt wurde.

Hubertus galt schon wenige Jahre nach seinem Tode als Heiliger. Vor dem Jahre 1000 bereits wird er als Schutzpatron der Jäger genannt. Unter den ältesten ihm zugeschriebenen Wundern wird die Heilung eines Tollwutgefährdeten berichtet. Seither wird ihm auch stützende Kraft gegen die Gefahr der Tollwut zugesprochen. Noch im Jahre 1934 wurde ein Tollwutverdächtiger zur Durchführung der Schutz spendenden, jahrhundertealten Prozedur zur Kirche Saint-Hubert gebracht.

Die Legende berichtet, dass Hubert, an einem Feiertage auf der Jagd, durch die Erscheinung eines Hirsches mit einem Kreuz im Geweih bekehrt worden sei. Diese Erzählung ist wohl im späten Mittelalter aus der Legende des hl. Eustachius auf ihn übertragen worden, die wiederum auf eine indische Legende zurückgeführt werden kann. Danach soll Buddha, der Sohn eines reichen Fürsten, einer weißen Gazelle begegnet sein, deren Erscheinung ihn zu seiner Mission bekehrt habe.

Besondere Verehrung wurde dem Heiligen in Belgien, den Niederlanden und am Mittel- und Niederrhein zuteil, wo sich vor mehr als 200 Jahren Männer im Zeichen des hl. Hubertus zu Bruderschaften zusammen­schlossen, um sich in Wahrung religiöser Lebensführung und alter Tradi­tion gegenseitig zu helfen und zu unterstützen.